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GESUCHT: DER KRÜPPLER
Der "König" von Neuhölln, wohl der mächtigste Siffer im
gleichnamigen Kiez, hat nach dem blutigen Massaker im Schlitzerkiez ein Kopfgeld von
25 Kreuzmark
auf einen gewissen Paul Hartmann aus dem Kreuzmannkiez ausgesetzt.
Hartmann, besser bekannt als der Krüppler,
gilt als Drahtzieher hinter dem Massaker im Schlitzerkiez, bei dem neben
Bertram Schinder, Anführer der Rosenkreuzer, auch über drei Dutzend seiner Männer auf offener
Straße abgeschlachtet wurden.
Der Krüppler gilt als sehr jähzornig, extrem gefährlich und äußerst
brutal. In seiner Begleitung befanden sich zuletzt zwei seiner Komplizen
- ein breitschultriger Nordmann und ein schwächlicher Kreuze, dem die
linke Hand fehlen soll.
Ob der Krüppler in seinem Heimatkiez sich versteckt, irgendwo im
Schuttland untergetaucht ist oder sich gar nach Außerburg begeben hat,
ist nicht bekannt.
GIERIG GERETTET
Kaufmacher Gierig, als einziger noch freier
Kornlieferant des Reichsgrunds der Gilde sicher ein Dorn im Auge, ist letzte Woche Dank
seines Medikus' nur knapp dem Tod entgangen. Kurz nach einem
Besuch im Schmaushaus bekam der Kaufmacher stechende Magenschmerzen,
lief grün an und brach vor der Koofhalle zusammen. Dazu Medikus Heilehand:
"Ein klarer Fall von einer Vergiftung mit randländischem Magenbruch."
GOLDRAUB
Wie wir in Erfahrung bringen konnten, überfiel eine 20köpfige Söldnerschar
vor zwei Wochen das Kontorhaus am Reichsgrund. Offenbar drangen die
Männer durch die Kanalisation in die Lagerkeller der Gilde ein,
überwältigten die Wachen und entkamen unbemerkt. Die Täter raubten
nur eine einzige Truhe - die, laut unseren Informationen, angeblich voll
Gold der Krone gewesen sein soll. Wer die Diebe sind oder wohin sie entkamen, ist nicht bekannt.
Auf die Ergreifung der Bande und die Wiederbeschaffung der
unversehrten Truhe hat die Gilde offiziell keine Belohnung
ausgesetzt. |
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SÜNDMOHNKRAWALLE

Nachdem große Teile der Sündmohnbestände im südlichen Baerenburg unter
mysteriösen Umständen verschwunden sind, droht nun die Eskalation in den
Kiezsiedlungen. Meldungen über erste Konflikte mit Sündmohnsüchtigen
machen die Runde.
So soll im Kreuzmannkiez ein Dutzend Sündmohnsüchtiger ein
zwergisches Zinshaus gestürmt haben. Ihre Schädel schmücken jetzt das
Dach des alten Gebäudes. Aus dem Schlitzerkiez wird hingegen
berichtet, dass die Sündmohnsüchtigen zunächst - im Kampf um die
letzten Reserven - nur über sich selber herfallen. Anders dagegen die
Situation in Neuhölln. Hier wurde von Unbekannten anscheinend
vergifteter Sündmohn an die Süchtigen verkauft und diese so schon vorab aus dem Weg geräumt. Es bleibt abzuwarten, ob die Lage in den anderen
Kiezen weiter eskaliert. HEXER STECKTE HINTER DEN ÜBERFÄLLEN
Laut den Knochenbrechern aus dem Kreuzmannkiez war ein im Schuttland
lebender Hexer für die Überfälle auf ihre Karrentransporte zum Lügenkiez
verantwortlich. Laut der Bande habe ihr Anführer Bruno Brutal im Alleingang den
dunklen Hexer und seine Schergen aufgespürt und überwältigt. Ein
gefährlicher Mann, wie es scheint.

SIFFER VERSCHWINDEN IM KREUZMANNKIEZ
In den vergangenen Wochen sind mehrere Siffer im Kreuzmannkiez über
Nacht verschwunden. Dabei handelte es sich stets um Bewohner von abseits
gelegenen Bleiben - an Trümmerplätzen oder belebten Straßen schlugen die
Täter bislang noch nicht zu. Stets wurden dabei die Türschlösser
meisterlich geknackt und keine Spuren hinterlassen. Bislang kam es hauptsächlich im Revier der Knochenbrecher zu diesen
Vorfällen - steckt vielleicht eine der anderen Banden dahinter? Oder
waren Aassammler oder gar die kirchlichen Kadaverknechte hier zu Gange?
Was wurde aus den Siffern? Warum wurden ihre Leichen nicht gefunden? Wir
werden weiter berichten. |
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NEUE RATTENPLAGE
In den letzten Wochen sind die Ratten überall im Siff wieder zu einer wahren
Plage geworden. Am Reichsgrund spricht man schon von einem dunklen
Omen und angeblich sind Häscher der Inquisition ins Schuttland
aufgebrochen, um in den einzelnen Kiezen nach denjenigen Sündern zu
suchen, die den nahenden Zorn des Herrn über uns gebracht haben.
BRENNER TOT?
Wie erst jetzt bekannt wurde, soll Großinquisitor Brenner in
Außerburg einem Rudel Wolfsbären zum Opfer gefallen sein. Der Großinquisitor hat laut Reichsgrund bereits vor einigen Wochen
die Stadt verlassen und erst jetzt wurden die Überreste seines
Wagenzuges in den Ascheweiten entdeckt. Dass ein Wagenzug der Inquisition vor ein paar Wochen Baerenburg
verlassen hat, konnte uns kein Siffer - weder vom Kurfürstendamm oder
bei den Toren - bestätigen.
BLITZE ÜBER DEM FUNKENTURM
Abermals erhellten grell zuckende Blitze über dem Funkenturm den
Nachthimmel. Erzbischof Kunibert verurteilte abermals das schändliche
Treiben, doch weder Häscher noch Kreuzkrieger wurden ausgesandt, den
dunklen Kräften das Handwerk zu legen.
FÜNF JAHRE EINSCHENKER
Die Saufhalle Einschenker feiert in einem Monat ihr 5jähriges
Bestehen und lädt Siffer aus dem ganzen Schuttland ein, den
Festlichkeiten beizuwohnen. Neben feinsten Bingenbräu locken noch echte
Reichsgrundgaukler und eine Hurenverlosung. Leider wird man auf
Wettkämpfe gegen den siffbekannten, charmanten Schmetterfaust, der vor
einigen Wochen im Ring bedauerlicher Weise umgekommen ist, verzichten müssen.
KACKFISCHDROGE?
Ein Alchimist aus dem Schlitzerkiez behauptet, dass in den Kackfischen
neuerdings eine sündmohnähnliche Substanz vorhanden ist. Ein billiger
Trick, um mit den Kanalfischen Geld zu machen, sagen wir dazu. |
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